Neben einer kurzen Rückschau auf Projekte, Awards und Entwicklungen im Markt gab es vor allem neue Gesichter zu bestaunen.
Chancengleichheit online: Barrieren abbauen
Barrierefreiheitsstärkungsgesetz – den Treppenwitz erkennt ihr selbst, liebe Gesetzesmacher, oder? Leicht lesbare Texte ohne Bandwurmmonsterwortgebilde mit zehn Silben und 32 Buchstaben sind die Voraussetzung dafür, dass digitale Angebote für alle Menschen gut funktionieren – egal ob mit Behinderung oder ohne.
„Betroffen? Nicht wir!“ – Ein Trugschluss mit Risiko
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025 für Unternehmen, die in Deutschland bestimmte digitale und technische Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Bei Website-Betreibern sind zum Beispiel alle betroffen, die seit dem Stichtag neue Online-Dienstleistungen verkaufen oder anbieten wie Apps, Terminbuchungstools oder Onlineshops. Für Bestandsangebote gibt es eine Übergangsfrist. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz sind ausgenommen.
Viele Unternehmer*innen atmen auf, weil sie (noch) nicht unmittelbar betroffen sind. Doch ein genauerer Blick lohnt sich. Barrierefreie Digitalangebote sind viel mehr als eine rechtliche Verpflichtung – sie sind ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
Warum Barrierefreiheit ALLE angeht – auch ohne Pflicht
„Barrierefreiheit nützt immer allen“, bringt es Clemens Gramespacher auf den Punkt. Der Creative Director Digital bei 3st kommunikation beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema. Deshalb hat ihn das neue Gesetz, das nun in Kraft getreten ist, auch nicht überrascht, ebenso wenig wie seine große Kunden. Die hatten ja vier Jahre lang Zeit, sich darauf einzustellen.
Gramespacher zählt drei von vielen Gründen auf, warum es sich lohnt, Barrierefreiheit bei jedem Digitalprojekt von Anfang an mitzudenken, ob Website, Online-Shop oder PDF-Dokument.
„Hidden Market“: 10+ Millionen potenzielle Kund*innen
In Deutschland leben ungefähr 13 Millionen Menschen mit Behinderung – dazu kommen Ältere, Temporär-Eingeschränkte (zum Beispiel mit gebrochener Hand) oder Nutzende mit langsamer Internetverbindung. Klare Strukturen helfen allen bei der Orientierung. Gute Kontraste entlasten die Augen und eine intuitive Navigation spart Zeit.
Gut für Suchmaschinen – gut für Menschen
Google liebt barrierefreie Seiten: Strukturierte Überschriften, Alternativtexte für Bilder und leicht verständliche Texte verbessern die Rankings. Was für Menschen mit Behinderung entwickelt wird, verbessert oft die Nutzererfahrung für alle.
Lieber clever planen als nachrüsten
Ein häufiges Argument gegen den Aufwand, digitale Hürden zu vermeiden oder zu beseitigen, sind die Kosten. Aber: „Barrierefreiheit wird nur teuer, wenn man sich nachträglich hinzufügt“, sagt Clemens Gramespacher. Denn dann müssen oft grundlegende Strukturen aufwendig überarbeitet werden. Wer von Anfang an barrierefrei plant und entwickelt, spart langfristig erheblich.
Fazit: Barrierefreiheit lohnt sich
Ob gesetzliche Pflicht oder freiwillige Maßnahme: Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Sie verbessert die Nutzererfahrung, stärkt die Sichtbarkeit in Suchmaschinen und erschließt neue Zielgruppen.
Bei 3st kommunikation setzen wir auf nachhaltige, inklusive digitale Lösungen – weil wir überzeugt sind: Eine Website, die für alle funktioniert, ist einfach die bessere Website.
Unser Service als Digitalagentur für mehr Inklusion im Netz:
Ihr wollt eure Website barrierefrei gestalten, weil es das Gesetz verlangt – oder weil es einfach clever ist?
Analyse: Wir durchleuchten eure Website oder App und zeigen, wo es hakt.
Beratung: Strategie statt Stress – gemeinsam finden wir die smarteste Lösung für euch.
Umsetzung: Unser Team setzt alle nötigen Anpassungen um, vom kontrastreichen Design bis zur screenreader-tauglichen Struktur.
💬 Habt ihr Barrierefreiheit schon integriert? Was waren eure Erfahrungen – oder wo können wir unterstützen?